5 clevere Tipps, mit denen du deine Altersvorsorge optimieren kannst

5 clevere Tipps, mit denen du deine Altersvorsorge optimieren kannst

Seien wir ehrlich: Vorsorge ist langweilig. Bei den meisten von uns ist die Frage, wieso man 30, 40, vielleicht sogar 50 Jahre in die eigene Zukunft denken soll, eher sekundär. Das Hier und Jetzt ist wichtiger, unmittelbarer.

Andererseits ist Alter auch ein Thema, das uns später im Leben einmal alle betrifft. Die Alters- und Hinterlassenenvorsorge (AHV) bietet in der Schweiz seit 1948 staatlichen Schutz vor Altersarmut und bildet Teil des Vorsorgesystems. Was sich seither nicht geändert hat: Für viele von uns bleibt es ein Buch mit sieben Siegeln.

Wie aber kannst du einen Zugang finden und erst noch deine Pension optimieren? Wir haben für dich im Folgenden fünf wertvolle und einfache Tipps zusammengestellt, mit denen du im Alter garantiert mehr Geld auf der Seite haben wirst.

1.     Verschaff dir erst einmal eine Übersicht deiner Situation

Für viele, die noch nie zuvor mit dem Thema Altersvorsorge in Berührung gekommen sind, kann es schwierig sein, einen Anfang zu finden. https://www.ch.ch/de/ahv/ sowie https://www.ahv-iv.ch/de/ sind sehr gute erste Anlaufadressen, um einen generellen Überblick zum Thema Altersvorsorge zu bekommen.

Um zu sehen, wo du persönlich gerade in deiner Vorsorge stehst, kannst du ganz einfach deinen AHV-Auszug bestellen, damit du weisst, was der Status deiner ersten Säule ist. Zudem erhältst du am Anfang jedes Jahres von deinem Arbeitgeber deinen Vorsorgeausweis - darin siehst du, wie viel Geld in deine zweite Säule eingezahlt wurde.

2.     So füllst du Lücken in deinem Vorsorgeplan

Keine Angst: Die meisten von uns haben Lücken in ihrer Vorsorge – die wir im Nachhinein jedoch noch füllen können. Bis zu fünf Jahre nachwirkend darfst du Geld in deine erste Säule einzahlen.

In der zweiten Säule bestehen keine Zeitlimits – du darfst so weit zurück einzahlen, wie du möchtest. Bei deiner Pensionskasse kannst du dich erkundigen, wie hoch der maximale Betrag sein darf. Netter Bonus: Alle Einkäufe in die zweite Säule kannst du von der Steuer abziehen.

Mit der ersten und der zweiten Säule erhältst du grundsätzlich 60 % deines letzten Lohns als Altersrente ausgezahlt. Wenn du deinen Lebensstandard höher halten möchtest, machst du dies am besten mit der dritten Säule. Diese Säule ist in zwei Bereiche unterteilt: Säule 3a und Säule 3b.

Säule 3a ist bis zur Pensionierung gebunden und kann nur unter bestimmten Umständen frühzeitig bezogen werden. Ein 3a-Konto eröffnest du entweder bei der Bank oder bei einer Versicherung und zahlst dann Geld ein. Dein Vorteil dabei: Das eingezahlte Geld kann von den Steuern abgezogen werden.

Mit 3a kannst du deine Vorsorge finanziell enorm aufbessern: Angenommen, du zahlst ab 25 pro Jahr stets den Maximalbetrag ein, so hast du bei deiner Pensionierung mit 64 bzw. 65 je nach Anlagestrategie eine Summe von fast 300’000 Franken zusammen! Und gleichzeitig sparst du noch clever Steuern.

Säule 3b ist die freie Vorsorge – quasi dein eigenständiges Sparen auf Bankkonto oder dergleichen. Hier kannst du so viel einzahlen, wie du willst – es gibt keine jährliche Obergrenze wie bei der Säule 3a. Andererseits ist dieses Geld normalerweise nicht von Steuern befreit. Dennoch kannst du hier noch zusätzlich Anlagen zur Seite legen, die dir dann im Alter das Leben versüssen.

 

3. Eröffne mehrere 3a-Konten, um bei der Auszahlung Steuern zu sparen

Ein weiterer wichtiger Tipp zur Säule 3a: Es lohnt sich, wenn du über die Jahre mehrere 3a-Konten eröffnest und füllst! So zahlst du bei der Pensionierung weniger Auszahlungssteuer (ja, leider musst du hier dann doch noch zahlen), wenn du das Geld tranchenweise von verschiedenen Konten beziehst.

 

4.     Du besitzt ein Haus? Sichere dich zusätzlich mit einer Lebensversicherung ab!

Der Kauf eines Hauses ist ein grosser Schritt im Leben, der viel Verantwortung und Vorausdenken mit sich bringt. Um beispielsweise eine Hypothek auf deinem Eigenheim abzudecken, kannst du eine Risiko-Lebensversicherung abschliessen. Bei einem Todesfall können die Hinterbliebenen dann mit der Versicherungssumme die Hypothek auf dem Haus weiter bezahlen und laufen nicht Gefahr, das Eigenheim zu verlieren. Ausführlicheres zu diesem Thema findest du unter diesem Link.

 

5.     Je früher und öfter du dir einen Überblick verschaffst, desto besser!

Vorsorge ist wohl kaum ein Thema, das wir leidenschaftlich im Freundeskreis besprechen. Aber es lohnt sich trotzdem, auf die Zähne zu beissen und dich damit vertieft auseinanderzusetzen. Denn es gilt: je jünger du dich über Altersvorsorge informierst, umso besser, denn umso früher kannst du mit dem Sparen oder Vorbereitungen beginnen. Es geht nicht darum, deine ganze Zukunft bis ins letzte Detail und auf den letzten Rappen genau zu planen. Wenn du jedoch bereits jetzt die ersten Schritte unternimmst, macht dir das die Zukunft – und damit verbunden die Altersvorsorge – viel leichter. Experten empfehlen, wenigstens alle fünf Jahre einen AHV-Check zu unternehmen, damit du über den gegenwärtigen Status deiner Altervorsorge Bescheid weisst.

Du siehst also: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, deine Vorsorge aufzubessern und im Blick zu behalten – egal, wo du im Leben stehst.

Ist Vorsorge schon ein Thema für dich oder doch zum Gähnen und viel zu weit in der Zukunft? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Und findest du diesen Artikel hilfreich?

Lass es uns in den Kommentaren wissen!


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