Elf lustige und interessante Fakten über Russland

Elf lustige und interessante Fakten über Russland

Vier lange Jahre der quälenden Warterei nehmen endlich ein Ende: Mit dem Spiel Russland gegen Saudi-Arabien wurde offiziell die 21. Fussballweltmeisterschaft eröffnet. Für viele Westeuropäer ist das Gastgeberland immer noch ein Enigma, das hat sich nach fast 3 Dekaden seit Ende des Kalten Krieges kaum verändert. Grund genug für uns, euch Mütterchen Russland mit elf - um beim Fussballthema zu bleiben - kuriosen Fakten und Anekdoten näher zu bringen. Viel Spass.

1.    Softdrinks nach russischer Art

Bis 2011 galt Bier in Russland als nicht-alkoholisches Getränk! Vorher war der Gerstensaft als herkömmliches Nahrungsmittel deklariert, da der Alkoholgehalt unter zehn Prozent liegt. In Russland war Bier also eine Art Softdrink und rund um die Uhr in allen Läden verfügbar. Um dem steigenden Bierkonsum entgegen zu wirken, änderte der damalige Präsident Medwedew das Gesetz, seitdem ist auch bei den Russen das kühle Blonde ein alkoholisches Getränk. 

2.    Wirren der Geschichte, Teil 1

Postnik Jakowlew ist bekannt als Architekt der Basilius-Kathedrale in Moskau. Der Legende nach wurde er nach Fertigstellung des Bauwerks auf Anordnung des Zaren Iwan IV. – gemeinhin als «Iwan der Schreckliche» bekannt – seines Augenlichts beraubt, damit er nie wieder so etwas Schönes wie die Kathedrale bauen könne. Eine radikale Durchsetzung des Konkurrenzverbots! Obwohl viele Historiker diese Anekdote in das Reich der Mythen verweisen, hat sie doch sehr zum öffentlichen Bild des gefürchteten Herrschers beigetragen.

Basilius-Kathedrale in Moskau

3.    Heute habe ich leider keine Rose für dich

Falls du mal einer russischen Dame den Hof machen solltest, achte darauf, ihr eine ungerade Anzahl Blumen zu schenken. Denn in Russland gilt ein Blumenstrauss mit einer geraden Zahl an Blumen als Unglücksbringer und wird mit Beerdigungen in Verbindung gebracht. Ach ja, gelb sollten sie auch nicht sein, denn die Farbe steht für Eifersucht.

Frau mit Blumenstrauss

4.    Das geht runter wie Wasser

Wenn man an Russland denkt, denkt man automatisch an Wodka. Der Name des russischen Nationalgetränks leitet sich übrigens vom Wort woda ab, was übersetzt einfach Wasser bedeutet. Na klar, das Getränk besteht ja auch hauptsächlich aus Wasser, also abgesehen von den 40% Alkohol, aber wer nimmt das schon so genau?

5.    Wirren der Geschichte, Teil 2

Was sich wie der wahrgewordene Albtraum eines jeden Hipsters anhört, war in Russland des 18. Jahrhunderts Tatsache: eine Bartsteuer. Auf Veranlassung des Zaren Peter I., «dem Grossen», musste jeder Bartträger eine Steuer auf seine Gesichtsbehaarung entrichten, oder dem wallenden Nasennachbarn Lebewohl sagen. Der fortschrittliche Zar wollte damit seine Untertanen äusserlich den, in seinen Augen, modernen Westeuropäern anpassen. 

Mann bei Bartrasur

6.    Fluffige Museumswärter

Die Eremitage in St. Petersburg gilt als eines der grössten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Das Museum ist aber auch für seine flauschigen Museumswärter bekannt. Seit einem Dekret der Zarin Elisabeth Petrowna schützen Katzen das Inventar vor Nagetieren. Momentan sorgen über 70 Büsis im Keller und in den für Besucher nicht zugänglichen Räumen für Ruhe und Ordnung.

Katze

7.    Guten Freunden gibt man ein Schlückchen

In Russland gehört es zum guten Ton, als Gast Wodka zu trinken. Lehnt man ab, riskiert man ernsthaft seinen Gastgeber zu kränken. Aber Vorsicht, einmal angefangen, heisst es bis zum bitteren Ende mitzutrinken. 

8.    Wirren der Geschichte, Teil 3

Kommen wir noch einmal auf die Exzesse der russischen Adeligen zu sprechen: Peter III., Ehemann von Katharina der Grossen, war bekannt dafür, vernarrt in seine Spielzeugsoldaten zu sein. Als einmal eine Ratte seinen geliebten Spielzeugen den Kopf abnagte, wurde die Ratte vor ein Gericht gestellt und zum Tode durch Hängen verurteilt. Wahre Geschichte!

9.    Hoch lebe die Gurke

Essiggurken sind ein beliebter Imbiss in Russland. In der Regel gönnt man sich nach einem Wodka eine aromatische, in einem Eichenfass eingesalzene Gurke. Das grüne Gemüse ist sogar so beliebt, dass ihm die Einwohner der kleinen Stadt Luchowizy ein eigenes Denkmal gewidmet haben. Der etwa 30’000 Seelen grosse Ort südöstlich von Moskau gilt als traditionelles Anbaugebiet. Zum 50. Geburtstag der Stadt wurde eine etwa ein Meter grosse Statue enthüllt, die eine Gurke aus Bronze darstellt, welche auf einem Podest in Form eines Fasses steht. Die Inschrift auf dem Denkmal lautet übrigens: «Der Gurke, unserer Ernährerin. Die dankbaren Einwohner von Luchowizy». Irgendwie süss, nicht?

Gurken

10.  Der Teppich macht das Zimmer erst gemütlich…

… das wusste bereits The Dude. Wie der Protagonist aus «The Big Lebowski» legen auch Russen viel Wert auf ihre Teppiche. Am liebsten hängen sie den Fussabstreifer an die Wand. Diese Tradition ist wohl der Sowjetzeit geschuldet. Die Wohnungen in den Blockbauten hatten sehr dünne Wände. Um der Kälte zu trotzen und den Lärm zu reduzieren, hängte man einfach seinen Teppich an die Wand. Die Angewohnheit hat sich bis heute gehalten.

11.  Tütaaatütaaa

Der Verkehr in Moskau soll die Hölle sein. Spitzfindige Geschäftsleute haben aus der Not eine Tugend gemacht und eine makabre Businessidee entwickelt. Sie vermieten Krankenwagen an reiche Russen, damit sie schneller durch den Verkehr kommen. 

Und zum Schluss noch ein Joker:

Am 27. Juni spielt die Schweizer Nationalmannschaft in Nischni Nowgorod gegen Costa Rica. In der Stadt an der Wolga liegt auch der «park Schwejzarija», oder auf Deutsch der Park «Nischni Nowgoroder Schweiz». Die Nati hat also schon beinahe einen Heimvorteil.


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