Die Story zur grossen Reise: Erste Tage auf Guadeloupe

Die Story zur grossen Reise: Erste Tage auf Guadeloupe

Zum Französischlernen in die Karibik? Aber sicher! Unsere Gastbloggerin Katja Fässler teilt ihre Erfahrungen mit Leben, Leuten und Kuriosem auf Guadeloupe mit dir. In Teil 1 der Serie erklärt sie, warum sie in den ersten Tagen jeweils einen Fussmarsch in brütender Hitze auf sich nehmen musste.  

"Französisch ist die Sprache der Liebe, so heisst es. Eine Sprache, die selbst dann melodisch klingt, wenn sich zwei Streithähne in ihr unterhalten. Eine Sprache, die für mich einen wichtigen Stellenwert im Leben eingenommen hat. Zum einen, da ich ihr sehr oft in meinem beruflichen Alltag als Newsjournalistin begegne, zum anderen in meinem Privatleben, da meine Schwester seit vielen Jahren in Paris lebt. Trotz dieser Präsenz und mehrerer Jahre Unterricht war es für mich nie einfach, französisch zu sprechen. Mit meinem Unvermögen, das Gelernte nützlich in Konversationen zu integrieren, bin ich in guter Gesellschaft. Französisch ist vielen zuwider: die Grammatik ist komplex, die Aussprache fällt uns Deutschsprachigen schwer.

Guadeloupe_Reise

Lust auf Laissez-Faire

Doch ich wollte mir selbst einen Antrieb geben, die Angst vor dieser eigentlich wunderschönen Sprache zu verlieren und sie neu kennenzulernen. Also reiste ich Richtung französische Antillen in die Karibik. Genauer, nach Guadeloupe. Während eines Monats sollte ich dort zur Schule gehen, bei einer Gastfamilie leben und meinen Alltag in frankophoner Umgebung verbringen. Doch Hand aufs Herz: Wäre es mir tatsächlich nur um die Sprache gegangen, hätte ich von einem Aufenthalt an einer Elite-Schule in Nizza mehr profitiert. Doch ich wollte diese Ferne, das karibische Laissez-Faire, die Lockerheit geniessen wie es auf dem französischen Festland wohl weniger anzutreffen ist. Dass Guadeloupe zu Frankreich gehört, geografisch und kulturell jedoch weit davon entfernt ist, faszinierte mich.

“Du bist ja verrückt”, sagte mein Stiefvater zu mir, als ich ihm von meiner Reise erzählte

Natürlich war mein Vorhaben mit vielen Unsicherheiten, ja sogar Ängsten verbunden. “Du bist ja verrückt”, sagte mein eher konservativ eingestellter Stiefvater zu mir, als ich ihm von meiner Reise erzählte. “Wenn da so eine langbeinige Weisse durchs Dorf läuft, ist der Teufel los”. Mein Stiefvater war selbst einst auf Guadeloupe. Das ist aber mehr als 30 Jahre her und damals war nicht viel auf der Insel anzutreffen. Vor allem kaum Touristen. Davon kann heute nicht mehr die Rede sein. Die Gesellschaft ist bunt durchmischt, es gibt weisse, schwarze, arme, reiche.

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Luxus bei der Gastfamilie

Meine Gastmutter gehört eher zu den wohlhabenden Bewohnern der Insel. Sie lebt etwas abseits des Dorfes Gosier, wo ich auch zur Schule ging, in einem grossen Haus mit ihrem Partner und ihren drei kleinen Töchtern. Zum Haus gehören auch zwei kleine Appartements im Erdgeschoss. Dort lebte ich während des Monats und war ganz überrascht, ein noch schöneres Badezimmer vorzufinden, als jenes in meiner Wohnung in Zürich. Ich freute mich so sehr über dieses Stückchen Luxus, dass ich fast vergessen hatte, dass dies nun einmal nicht die westliche Welt war. Doch die Einsicht folgte in den kommenden Tagen.

Motorbikes, öffentliche Verkehrsmittel oder Taxis sind hier nicht sehr populär

Ich kann mich gut an meinen ersten Schultag und auch an den Weg dorthin erinnern: 20 Minuten zu Fuss. Fahrradfahren war bei den vorherrschenden Temperaturen (30 Grad aufwärts) keine Option. Meine Gastmutter hatte mir ausserdem gesagt, dass sich Fahrradfahren in der Kultur von Gwada (so nennen die Einheimischen Guadeloupe) nicht wirklich etabliert hat. Motorbikes, öffentliche Verkehrsmittel oder Taxis sind ebenfalls nicht sehr populär. Da blieb also nur der Fussmarsch oder das Auto. Letzteres besitzt auf der Insel so ziemlich jeder. Der Verkehr ist dermassen dicht, dass dies zumindest den Eindruck erweckt. Die Erklärung ist simpel: Ohne fahrbaren Untersatz bist du auf Guadeloupe aufgeschmissen. Also ging ich am ersten Wochenende zum nächsten Mietwagenverleih.

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Ohne Auto geht's nicht

Gemäss Empfehlung meiner Sprachschule hatte ich mir vor Antritt meiner Reise einen Internationalen Führerausweis besorgt. Da ich glaubte, dass dieser meinen Originalausweis ersetzt, nahm ich lediglich das neue Dokument mit. Die Frau von der Autovermietung prüfte den Ausweis und sah mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. “Es fehlen, hier ein paar entscheidende Daten, haben Sie ihren Orginialausweis etwa nicht dabei?”

Wird sie mir das Auto geben? Kann ich mit meinem holprigen Französisch in der Schule bestehen? Und wie ticken die Männer auf Guadeloupe? Erfahre mehr nächste Woche."


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