Drohne verboten? Diese Gesetze gelten in der Schweiz

Drohne verboten? Diese Gesetze gelten in der Schweiz

Du hast eine Drohne zu Hause oder überlegst dir, eine zu kaufen? Genauso vielfältig wie die Möglichkeiten, deine Drohne einzusetzen, sind auch die Verbote für die Flugobjekte. Nach ein paar Jahren Rechtsfreiheit im Schweizer Luftraum gibt’s neu nämlich eine ganze Reihe von Gesetzen fürs Drohnenfliegen.   

Für dich haben wir uns durch den Paragraphen-Dschungel gekämpft. Diese fünf Punkte solltest du beachten, wenn du mit deiner Drohne sicher - und vor allem legal - abheben möchtest:

Drohnenflieger_mit_Drohne.jpg

1. Auf das Gewicht der Drohne schauen

Der BMI deiner Drohne ist entscheidend: Für Drohnen mit über 30 Kilogramm Gewicht brauchst du eine Bewilligung. Die schweren Brummer können nämlich ganz schön gefährlich werden, wenn sie unverhofft auf ein Hindernis treffen. Aber: Auch Drohnen unter 30 Kilo darfst du nicht über Menschenmengen steigen lassen. Dafür brauchst du ebenfalls eine Bewilligung (was als eine Menschenmenge gilt, hält der Bund genau fest: nämlich mindestens 24 Leute, die auf engem Raum beisammen sind). Ausgenommen von dieser Regel sind einzig Minidrohnen, die unter 500 Gramm wiegen.

2. Sperrzonen für Drohnen beachten

Wohnst du in der Nähe eines Fluggebiets? Dann hast du leider Pech gehabt. An vielen Orten in der Schweiz ist es gar nicht erlaubt, deine Drohne steigen zu lassen. Das gilt unter anderem für einen Umkreis von fünf Kilometern um jeden Flughafen – egal ob militärisch oder für den Personenflugverkehr. Zusätzlich gibt es um diesen Radius auch Kontrollzonen, in denen du deine Drohne nicht über 150 Meter steigen lassen darfst. Und: Alle Naturschutzgebiete sind tabu. Am besten schaust du dir die Karte des Bundesamtes an, die genau zeigt, welche Gebiete drohnenfrei bleiben müssen:

Drohnen-Karte.JPG

Ganz schön viele Flecken: Die vollständige Karte findest du hier

3. Privatsphäre beim Filmen mit der Drohne beachten

Nicht nur aus Sicherheitsgründen darfst du deine Drohne nicht über Menschenmengen fliegen lassen: Falls du mit deiner Drohne filmst, musst du auch die Privatsphäre deiner Mitmenschen beachten. Das heisst, du darfst keine Personen ohne ihre Zustimmung filmen. Mit der Drohne durch die Vorgärten der Nachbarschaft schweben und filmen liegt also nur drin, wenn alle deine Nachbarn zustimmen. Wie realistisch das ist, steht aber nicht im Gesetzbuch.  

4. Drohne immer im Auge behalten

Drohnen müssen jederzeit in Sichtweite bleiben. Auch das schreibt der Bund vor. Zu Recht: Drohnen, die unkontrolliert herumschwirren, sind gemeingefährlich. Mit vollem Tempo können sie sogar die Fenster eines Flugzeuges durchschlagen – und das bereits ab 3,5 Kilo. Auch das Steuern deiner Drohne mit Sicht durch die VR-Brille ist dem Bundesamt für Zivilluftfahrt zu unsicher. Deshalb ist gesetzlich vorgeschrieben, dass du in dem Fall immer eine Begleitperson mit dabeihaben musst, die deine Drohne beobachtet und im Notfall eingreift. Diese Regelung gilt übrigens auch für Minidrohnen unter 500 Gramm.

5. Haftpflichtversicherung für Drohne checken

Der Bund schreibt allen Drohnenbesitzern vor, eine Haftpflichtversicherung abzuschliessen – und zwar mit einer Deckung von mindestens einer Million Franken. Falls deine Drohne nämlich einen üblen Unfall verursacht, kann's schnell teuer werden. Wenn du ein besonders wertvolles Modell besitzt, lohnt sich zudem eine Zusatzversicherung für Drohnen. 

Ganz schön kompliziert, oder? Das Bundesamt hat die wichtigsten Punkte in diesem hochprofessionellen Video nochmal zusammengefasst: 


Die Checkliste fürs Drohnenfliegen:

  • Gewicht der Drohne beachten: Maximal 30 Kilo
  • Beim Fliegen immer im Blickkontakt mit der Drohne bleiben
  • Keine Menschenversammlungen überfliegen und/oder filmen
  • Karte auf Flugverbotszonen checken
  • Haftpflichtversicherung abschliessen

Einfacher wird’s leider nicht: Bereits ab nächstem Jahr wird wohl eine Lizenz fürs Navigieren von Drohnen nötig – auch für Hobbypiloten. Wenn du eine Bewilligung für deine Drohne brauchst, könnte das eine schwierige Angelegenheit werden: Derzeit ist das Bundesamt für Zivilluftfahrt so überfordert mit Anfragen, dass sie das Bearbeiten von Bewilligungen eingestellt haben.

Gut zu wissen:

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