Sorglos in der Stadt grillieren

Sorglos in der Stadt grillieren

Sommerzeit ist Grillierzeit! Doch darf ich auf meinen Balkon den Grill anwerfen? Wie sieht es in den städtischen Parks aus? Wir sagen dir, was du beachten musst, damit dein urbanes Barbecue ein voller Erfolg wird.

Grillieren auf dem Balkon

Die wenigsten Städter besitzen einen eigenen Garten. In der Regel nimmt der Balkon die Funktion des sommerlichen Rückzugortes und der Wohlfühloase ein. Da gehört natürlich auch ein gemütliches Barbecue dazu. Doch ist es überhaupt erlaubt, den Grill auf dem Balkon anzuwerfen? Ja, ist es! Denn ein generelles Grillverbot wäre ein zu starker Eingriff in die Privatsphäre und ist in der Regel nicht durchsetzbar. Um den Nachbarschaftsfrieden aber nicht zu überstrapazieren, solltest du einige Do’s und Don’ts beachten:

Grill auf Balkon
  • Einen Blick in den Mietvertrag werfen: Zwar ist ein generelles Grillverbot kaum durchsetzbar, trotzdem kann der Vermieter ein solches im Mietvertrag festlegen, wenn er das von Anfang an klar kommuniziert. Ein Verbot darf also nicht nachträglich ohne Zustimmung des Mieters hinzugefügt werden. Es liegt dann an dir, ob du den Vertrag unterschreibst, oder ob du dich nach einer anderen Wohnung umsiehst. Zusätzlich kann auch ein Verbot von bestimmten Grillmodellen vertraglich festgelegt werden. Damit du bei deiner nächsten Grillparty keine bösen Überraschungen erlebst, lohnt sich ein Blick in den Mietvertrag.

  • Gas- und Elektrogrill statt Holzkohlegrill benutzen: In der Regel ist die Nutzung eines Holzkohlegrills nicht verboten, sofern nichts anderes im Mietvertrag festgelegt wurde. Doch wer seine Nachbarn schonen möchte, der greift auf einen Gas- oder Elektrogrill zurück, da diese Geräte weniger Rauch verursachen.

  • Qualm vermeiden: Für viele Barbecue-Fans sind Holzkohlegrills das einzig Wahre. Doch auch hier lässt sich mit einfachen Tricks und Kniffs eine übermässige Rauchentwicklung vermeiden. Indem man beispielsweise sparsam mit Grillanzünder umgeht, oder das Fleisch mit einer Zange wendet statt mit einer Gabel, dadurch tropft kein Fleischsaft in die Glut. Dabei helfen auch Grillschalen oder ein einfaches Stück Alufolie, die die Marinade auffangen. Zum Anfeuern trockenes, keinesfalls frisches oder behandeltes Holz benutzen.

  • Safety first: Sorge für eine sichere Umgebung. Achte darauf, dass der Grill nicht in der Nähe von brennbarem Material steht und lass das Gerät nie unbeaufsichtigt. Du solltest ausserdem immer eine Löschdecke zur Hand haben.

  • Nachtruhe respektieren: Die lauen Sommerabende laden dazu ein, draussen etwas länger sitzen zu bleiben. Doch auch im Sommer gilt ab 22 Uhr die Nachtruhe. Verlege daher dein Grillfest zu später Stunde nach drinnen um deine Nachbarn nicht um ihren Schlaf zu bringen.

Sollte es trotz all unserer Tipps zu Beschwerden der Nachbarn kommen, empfiehlt es sich das direkte Gespräch zu suchen. Denn bei wiederholten Beschwerden kann es seitens der Hausvermietung zu einer Abmahnung kommen, oder im schlimmsten Fall gar zu einer Kündigung führen. Damit es nicht so weit kommt, ist eine offene Kommunikation mit Nachbarn und Vermieter empfehlenswert, am besten lädst du die Hausgenossen gleich zu deiner Grillparty ein. Falls die Nachbarn trotz aller Rücksichtsmassnahmen immer noch nicht zufrieden sind, kannst du dein Barbecue auch in einen städtischen Park zügeln.

Grillieren im Park

Nicht jeder Mieter hat einen Balkon (oder tolerante Nachbarn). Doch auch die weniger Glücklichen müssen nicht verzagen, denn die meisten Schweizer Städte bieten genügend öffentliche Plätze, die zum gemütlichen Grillieren einladen. An schönen Tagen können die Grünflächen entsprechend voll sein und man brät seine Würstchen zwischen Bier trinkenden Studenten, sonnenbadenden Teenagern und spielenden Kindern. Damit alle konfliktfrei ihren Spass haben können, solltest du dich auch hier an einige Spielregeln halten:

Menschen im Park
  • Informiere dich: Jede Stadt, jeder Park hat seine eigenen Regeln. An gewissen Orten ist das Grillieren unbeschränkt erlaubt, an anderen darf man nur an markierten Feuerstellen seinen Grill anwerfen. Informiere dich vorher, was erlaubt ist und was nicht. Damit ersparst du dir und deinen Mitmenschen viel Ärger.

  • Verhindere Brandschäden: Kurzbeinige Grills und Einweggeräte verursachen Brandschäden auf dem Untergrund. Die Grillschale sollte mindestens 30 Zentimeter vom Boden entfernt sein. Ist das nicht der Fall, sollte der Grill auf einer hitzeverträglichen Oberfläche befestigt werden. Sorge dafür, dass deine Feuerstelle genügend Abstand zu Bäumen und Sträuchern hat, Richtwert sind etwa zwei Meter.

  • Auch im Park geht die Sicherheit vor: Der Park ist besonders an schönen Tagen ein beliebter Treffpunkt. Stell deinen Grill so auf, dass du niemanden behinderst. Lass das heisse Gerät nicht aus den Augen. Spielende Kinder, in das Spiel vertiefte Fussballer oder unachtsame Passanten können den Grill umkippen, sei darauf vorbereitet! Nach dem Barbecue solltest du die Glut auskühlen lassen oder mit Wasser löschen, bevor du sie entsorgst. Gewisse Parks bieten spezielle Entsorgungsbehälter für Glutabfälle an.

  • Du bist nicht allein: Was zu Hause gilt, gilt in der Öffentlichkeit umso mehr: Gib Rücksicht auf deine Mitmenschen. Qualme nicht den ganzen Park zu (Tipps zu Rauchvermeidung siehe oben), verzichte auf laute Musik und Volksfeststimmung. Doch am wichtigsten: Räume deinen Abfall wieder weg. Was eigentlich selbstverständlich klingt, ist in vielen Städten tatsächlich ein grosses Problem. Einige Städte haben daher Bussen für Littering eingeführt. In Basel gilt das übrigens seit neustem auch für Zigarettenstummel. Mach dir, deinem Portemonnaie und vor allem deinen Mitmenschen eine Freude und räum dein Zeug hinter dir auf. Auch die Natur wird es dir danken.

Mit unseren Tipps bist du nun für ein stressfreies Grillfest gerüstet. Wir wünschen dir viel Spass und en Guete!


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